Die Süßkartoffel – Anders Lecker

Die Süßkartoffel – Anders Lecker

Die Exoten kommen: die Süßkartoffel wird in Deutschland immer beliebter. Die süßen Knollen schmecken vollmundig und bilden die Grundlage für süße und salzige Rezepte. Hier sagen wir Ihnen, was Ihnen die Süßkartoffel bietet.

Was sind Süßkartoffeln?

Als Süßkartoffel bezeichnet man eine Reihe verschiedener Sorten von Bataten. Ihre Schale hat braune bis rötliche Töne. Das Fruchtfleisch wechselt zwischen Gelb und leuchtend Orange. Bei diesen tropischen Pflanzen handelt es sich um Mitglieder der Windengewächse. Die mehrjährigen, krautigen Gewächse bilden bei günstigen Bedingungen Speicherwurzeln aus.

China mit Abstand größter Produzent

Fast alle Süßkartoffeln in Deutschland sind importiert. China ist weltweit der größte Produzent mit über 70 Millionen Tonnen jährlicher Ernte, gefolgt von Nigeria und Tansania mit etwas weniger als 4 Millionen Tonnen. Der süße Geschmack der Knollen hängt von den Wetterbedingungen während des Wachstums ab: Je höher die Temperaturen, desto süßer sind die Knollen.

Vergleich von Bataten und Kartoffeln

Der größte Unterschied zwischen Süßkartoffel und der heimischen Kartoffel liegt im glykämischen Index. Der Wert der Süßkartoffel ist nur halb so hoch wie der Wert der Kartoffel. Das bedeutet: Der Körper verdaut die komplexen Kohlenhydrate der Bataten langsam. Das sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Für Diabetiker sind Süßkartoffeln eine hervorragende Alternative zu normalen Kartoffeln, deren Stärke fast sofort ins Blut übergeht. Das führt dazu, dass Sie nach dem Genuss von Kartoffeln schnell wieder hungrig werden.

Vitamin A in der Süßkartoffel

In Bezug auf Kalorien und Ballaststoffe unterscheiden sich die Knollen kaum. Während die Kartoffeln beim Vitamin C Gehalt die Nase vorn haben, überzeugen die Süßkartoffeln mit einer gewaltigen Menge von Vitamin A. Beide Sorten liefern verschiedene B-Vitamine in kleinen Mengen. Während Bataten reich an Kalzium sind, stellen Kartoffeln etwas mehr Kalium bereit. Beide Früchte sind reich an Phosphor, Magnesium und Eisen. Leuchtend orange Bataten enthalten viele Carotinoide.

Der Trend zur Süßkartoffel

Weltweit wächst der Handel mit der Süßkartoffel. Deutsche Gärtner entdeckten vor rund zehn Jahren die mehrjährigen Bataten als Zierpflanze mit hübschen Blüten. Das spornte das Interesse an Süßkartoffeln an. Im Jahr 2013 startete die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf einen erfolgreichen Versuch mit Bataten in Mittelfranken. Mittlerweile gibt es einige Bio-Bauern in Bayern, die Bataten anbauen und von der unkomplizierten, robusten Pflanze begeistert sind.

Bataten in der Küche

In den USA sind gebackene Bataten mit einer Marshmallowkruste ein traditionelles Rezept für Thanksgiving. Inder verarbeiten Bataten mit Linsen zu Curry. Thais lieben sie in Kokosnusscurry. Aus Brasilien stammt ein Rezept für ein Dessert, das Bataten mit Kokosflocken mischt.

Bataten sind enorm vielseitig. Sie können sie kochen, braten oder backen. Ein Rezept für Kartoffeln kann mit Süßkartoffeln ebenso gut schmecken. Allerdings verfärben sich rohe Süßkartoffeln an der Luft sofort. Verarbeiten Sie Süßkartoffeln so schnell wie möglich oder lagern Sie geschnittene Bataten in kaltem Wasser.

Rezept: Toast aus Bataten

Ein einfaches Rezept verarbeitet Bataten wie Toast: Schälen Sie große Knollen, schneiden Sie das Fleisch in Scheiben und braten Sie diese sofort im Backofen bei rund 200 Grad, bis Sie gar sind. Das dauert 20 bis 30 Minuten. Wenn Sie die Scheiben auf Silikonfolie legen, sparen Sie das Einfetten des Backblechs. Die gebackenen Scheiben können Sie wie Toast belegen.

Rezept: Gebackene Bataten

Waschen Sie die Knollen und backen Sie sie bei 200 Grad im Ofen, bis sie gar sind, rund 45 Minuten lang. Sie können die Knollen mit Joghurt und Honig und Nüssen genießen, mit Vanillesoße oder einer Soße aus gezuckerten, pürierten Erdbeeren. Mit saurer Sahne, Salz und Pfeffer sowie Kräutern ergeben gebackene Bataten eine gesunde Beilage oder leichte Hauptmahlzeit.

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2 Kommentare

    Barbara Weber - 3 September 2017 - 14:10
    gibt es einen bestimmten Ernährungsplan, oder kann man fast alles essen. Das ist meine Frage.
    Samuel - 8 September 2017 - 12:34
    Sehr geehrte Frau Weber, im Prinzip können Sie fast alles essen. Natürlich funktioniert Abnehmen besser, wenn Sie kleine Portionen essen und nicht zu viel Zucker zu sich nehmen. Auch Alkohol legt der Körper sofort als Fettpolster an. Achten Sie darauf, komplexe Kohlenhydrate zu essen, also Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Mageres Protein ist immer gut, weil der Körper überflüssiges Eiweiß ausscheidet. Bei Fett sollten Sie natürliche, gesunde Fettsäuren wählen, zum Beispiel Olivenöl, Kokosnussöl und Butter. Wichtig ist, dass Sie viel trinken, speziell, wenn Sie Refigura nehmen. Die Daumenregel lautet: Mindestens zwei Liter am Tag, besser drei oder vier. Ballaststoffe brauchen Flüssigkeit, um ihre positiven Eigenschaften zu entfalten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Abnehmen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag mit freundlichen Grüßen Ihr Refigura Team

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