Fett verbrennen: Der ultimative Kurzratgeber

Fett verbrennen: Der ultimative Kurzratgeber

Fett verbrennen: So schmelzen die ungeliebten Pölsterchen

‘Mein Körper setzt einfach schnell an.’ Kennen Sie diese Ausrede mancher allzu runder Zeitgenossen? Tatsächlich funktioniert jeder Körper ein bisschen anders, so wie jeder Mensch eine andere DNS hat. Die Grundmechanismen jedes Körpers bleiben aber gleich. Fett verbrennen kann jedem Menschen gelingen – auch wenn der Stoffwechsel eher gemächlich funktioniert. Abnehmen mit Sport oder ohne Sport ist möglich. Allerdings ist Bewegung die effektivste Weise, den Stoffwechsel anzuregen. Aber es muss nicht immer nur Bewegung sein. Abnehmen ist ein Prozess, den Sie mit zahlreichen anderen Methoden unterstützen können.

Warum Sport und Bewegung Abnehmen fördert

Wenn Sie sich immer wenig bewegen, denkt Ihr Körper, Sie brauchen nicht viel Energie. Er legt deshalb überschüssige Nahrung mit Vorliebe in Fettpölsterchen an. Das Stammhirn, unser ältester Gehirnteil, regelt den Grundumsatz. Es befindet sich quasi noch in der Steinzeit, als unsere Vorfahren für jede Kalorie dankbar waren. Wenn Sie sich oft und kräftig bewegen, gewöhnt sich der Körper an die Fettverbrennung. Besonders gut klappt es mit dem Wegschmelzen der Fettzellen, so eine kanadische Studie [1], wenn Sie in Intervallen trainieren: Wechseln Sie mit Phasen hoher Intensität ab und schalten Sie zwischendurch in eine gemächliche Schiene. Zwei Stunden vor dem Training sollten Sie außerdem Kohlenhydrate vermeiden.

Muskeln verbrauchen mehr Kalorien als Fettzellen

Je mehr Muskelzellen Ihr Körper hat, desto mehr Kalorien verbrennen Sie. Selbst wenn Sie Ihre Muskeln nicht bewegen, verbrauchen Sie mehr Energie als ruhende Fettzellen. Der Grund sind die zahlreichen Mitochondrien in den Muskelzellen. In Mitochondrien finden zahlreiche Prozesse des Stoffwechsels statt, unter anderem sind sie an der Umwandlung von Fettsäuren in Adenosintriphosphat beteiligt, dem Energieträger für alle Zellen. Wie Sie Ihre Muskelmasse vergrößern, ist uninteressant. Wichtig ist, dass Sie Ihre Muskeln beanspruchen. Das können Sie mit Heimwerken ebenso tun wie mit Krafttraining oder Radfahren. Vergessen Sie nicht, viel zu trinken. Die Stoffwechselprozesse brauchen Wasser, um reibungslos zu funktionieren. Wenn Sie zwei Liter Wasser am Tag trinken, verbrauchen Sie zusätzlich rund 100 Kalorien.

Techniken und Lebensmittel für die Fettverbrennung

Zahlreiche Lebensmittel kurbeln Ihren Stoffwechsel auf natürliche Weise an und sorgen dafür, dass sich Ihr Grundumsatz vergrößert. Englische Forscher haben in einer Studie[2] herausgefunden, dass bereits ein Teelöffel Senf den Grundumsatz mehrere Stunden lang um ein Viertel erhöht. Folgende Getränke und Zutaten haben eine ähnliche Wirkung:

  • Kaffee
  • Grüner Tee
  • Chili
  • Ingwer

Kalt duschen verbrennt auch reichlich Kalorien. Die Kraft der Kälte wirkt außerdem wie Training für die Adern und Venen.

Sie sind, was und wie viel Sie essen

Es gibt keine Nahrung, die schlank macht. Alles, was Sie verzehren, wandelt Ihr Körper pflichtgetreu in Energie um. Wenn Sie die Energie verbrauchen, kann Sie der Körper nicht in Fettzellen anlegen. Um Gewicht zu verlieren, müssen Sie weniger Kalorien essen, als Ihr Körper benötigt. Allerdings verwandelt der Körper Kohlenhydrate, vor allem Zucker und Weißmehlprodukte, viel einfacher in Energie als Protein. Um 100 Kalorien aus Eiweiß zu verarbeiten, verbraucht Ihr Körper 30 Kalorien. Die gleiche Menge Kohlenhydrate dagegen schlagen nur mit sechs Kalorien zu Buche, Fett sogar mit nur drei Kalorien.

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Einzelnachweise

[1] Physiological adaptations to low-volume, high-intensity interval training in health and disease
Martin J Gibala and Maureen J MacDonald, Department of Kinesiology, McMaster University, Hamilton, Ontario L8S 4K1,Jonathan P Little, School of Arts and Sciences, University of British Columbia Okanagan, Kelowna, British Columbia, V1V 1V7, and John A Hawley,Exercise Metabolism Group, RMIT University, Bundoora, Victoria 3083, Australia, J Physiol. 2012 Mar 1; 590(Pt 5): 1077–1084. Published online 2012 Jan 30. doi: 10.1113/jphysiol.2011.224725
PMCID: PMC3381816

[2] Henry CJ, Emery B. (1986) Effect of spiced food on metabolic rate, Hum Nutr Clin Nutr. 1986 Mar;40(2):165-8.