Gesunde Ernährung: Nicht jedem passt der gleiche Schuh

Gesunde Ernährung: Nicht jedem passt der gleiche Schuh

Gesunde Ernährung hat viele, verschiedene Gesichter

“One man’s meat is another man’s poison. (Dem einen ist’s Speise, dem anderen Gift.) Dieses Sprichwort aus dem mittelalterlichen England trifft heute so zu wie vor Hunderten von Jahren. Gesunde Ernährung ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Jeder Körper arbeitet mit seinem individuellen Stoffwechsel, den das genetische Erbmaterial steuert. Philosophie beeinflusst die Bedeutung von Ernährung ebenfalls. Eine vegetarische Ernährung kann für einen Befürworter dieser Weltanschauung sehr gesund sein. Bei Kindern und Heranwachsenden kann sie jedoch zu Mangelerscheinungen führen.

Zeige mir deine Gene und ich sage dir, wer du bist!

Das Erbmaterial Ihrer Gene formt Ihre gesamte Existenz. Erbanlagen fördern nicht nur die Entwicklung bestimmter Krankheiten, zum Beispiel Krebs oder Arthritis. Sie sind auch dafür verantwortlich, wie Ihr Körper auf die Umwelt reagiert. Gene bestimmen, wie viele Vitamine und Mineralstoffe Sie brauchen. Sie entscheiden auch, wie viel oxidativen Stress Ihr Körper vertragen kann. Mittlerweile ist es möglich, mithilfe einer genetischen Analyse einen individuellen Ernährungsplan aufzustellen.

Gesunde Ernährung: Zucker schadet immer

Ob Sie Anhänger einer Diabetes Ernährung, Rheuma Ernährung oder Gicht Ernährung sind: Industriell gefertigter, weißer Zucker, im Übermaß genossen, ist in jedem Fall schädlich. Zucker vernichtet Bakterien. Deswegen eignet er sich hervorragend als Konservierungsmittel, zum Beispiel in Marmeladen. Zucker und leere Kohlenhydrate von weißem Mehl und weißem Reis gehen im Körper fast sofort ins Blut über. Der Körper schüttet das Hormon Insulin aus, das den Blutzuckerspiegel regelt. Nach einem kurzen Hoch fällt der Blutzuckerspiegel steil ab. Ihr Körper verlangt erneut nach Zucker.

Zuckerreiche Ernährung führt zu Mangel an B-Vitaminen

Der Darm benötigt für das Verarbeiten von Zucker und weißem Mehl Vitamin B1 und Vitamin B3. Da leere Kohlenhydrate keine Nährstoffe enthalten, führt das über eine längere Zeit hinweg zu einem Mangel an diesen Vitaminen. Außerdem fördert Zucker die Verbreitung von Pilzen im Darm. Wenn Sie ständig viel Zucker essen, entwickelt der Körper die sogenannte Insulin-Resistenz: Die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin produzieren, um Zucker zu verarbeiten – eine Vorstufe von Diabetes. Zudem hemmt Insulin die Fettverbrennung und fördert die Einlagerung von überschüssiger Energie in Fettzellen.

Glutenfrei oder pestizidfrei? Das ist die Frage

Manche Leute glauben heute an glutenfreie Ernährung und machen um Weizen einen großen Bogen. Kritische Stimmen behaupten, dass die sogenannte Vollerntespritzung für die positiven Effekte einer glutenfreien Diät verantwortlich ist. Auch deutsche Bauern verwenden das Pestizid Glyphosat, um Weizen vor der Ernte künstlich zu trocknen. Das so behandelte Getreide lässt sich leicht ernten und schont den Mähdrescher. Ob diese Technik für Menschen tatsächlich ungefährlich ist, dürfen Sie mit einem Fragezeichen versehen. Eine Untersuchung der Universität Leipzig wies Spuren von Glyphosat im Urin bei Berlinern nach, die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben.

Unverzichtbar: Vollkornprodukte aller Art

Wenn Sie Vollkornprodukte aus biologischem Anbau wählen, können Sie eine geringe Belastung mit Schadstoffen erwarten. Vollkornprodukte tragen zu jeder gesunden Ernährung bei. Sie liefern wichtige B-Vitamine sowie lösliche und unlösliche Ballaststoffe für die Verdauung. Lösliche Ballaststoffe quellen im Darm auf und verhindern harten Stuhl. Außerdem liefern sie Nahrung für die nützlichen Bakterien in der Darmwand. Unlösliche Ballaststoffe kann der Körper nicht verwerten. Sie regen jedoch die Tätigkeit der Darmmuskeln an.

Omega-3 von Fisch: Ja bei Arthrose, Nein bei Gicht

Hauptsache gesund! Im Rahmen einer Arthrose Ernährung hat dieser Ausspruch eine ganz andere Bedeutung als bei Gicht. Arthrose erfordert eine Ernährung mit wenig, aber dafür hochwertigem Fett. Omega-3-Fettsäuren von Fisch und Meeresfrüchten sind für Arthrose-Patienten ideal. Sie verringern eventuelle Entzündungen in Gelenken und fördern die Durchblutung. Gicht-Patienten dagegen sollten Fisch meiden. Viele Fischarten enthalten Purine, die den Harnsäurespiegel erhöhen und damit für Gicht nicht geeignet sind.

Starkes Übergewicht verlieren

Starkes Übergewicht verschlimmert zahlreiche Krankheiten. Wenn Sie an Arthrose leiden, sollten Sie auf jeden Fall abnehmen. Refigura kann Ihnen dabei helfen. Es enthält pflanzliche Faserstoffe, die rund 40 Prozent der verzehrten Nahrung absorbieren. Da Refigura stark aufquillt, sorgt es mehrere Stunden lang für ein angenehmes Sättigungsgefühl. Gleichzeitig bringt es den Darm in Schwung. Im Rahmen einer gesunden Ernährung nehmen Sie damit langsam, aber dauerhaft ab.

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2 Kommentare

    Michelle Gerlitz - 19 Juni 2017 - 15:25
    Sehr geehrte Damen und Herren, welche Möglichkeiten bestehen noch, außer einer DNA-Analyse, festzustellen was und wie viel der Körper braucht? Gibt weitere Untersuchungsmethoden, um herauszubekommen, auf welche Stoffe / Nahrungsmittel der Körper reagiert und diese Stoffe zur Gewichtszunahme führen? Mit freundlichen Grüßen in Erwartung Ihrer Antwort
    Samuel - 6 Juli 2017 - 12:49
    Sehr geehrte Frau Gerlitz, vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider ist eine Antwort darauf nicht so einfach. Wir würden gern wissen, worauf Ihre Annahme beruht, dass durch eine DNA-Analyse derartige Erkenntnisse gewonnen werden können. Uns sind keine Studien dazu bekannt. Um konkreter auf Ihre Frage eingehen zu können wäre es gut, wenn Sie Ihre Fragestellung etwas konkreter formulieren können. Ich hoffe, dass wir im Austausch Ihr Problem eingrenzen und klären können. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag mit freundlichen Grüßen Ihr Refigura Team

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