Heißhunger: einer der grössten Abnehmgegner

Egal, wie groß die Motivation zu Beginn einer Diät ist: Wenn der Heißhunger einsetzt, kann das Durchhalten sehr schwer werden.
Wir erklären in diesem Artikel, was die Ursachen für Heißhunger sind, wie man ihn am besten bekämpfen kann und was Sie vorbeugend gegen die nächste Heißhungerattacke tun können.

Ursachen des Heißhungers

Eine der häufigsten Ursachen für Heißhunger ist ein niedriger Blutzuckerspiegel. Die Unterzuckerung entsteht, wenn dem Körper viele schnell verfügbare Kohlenhydrate zugefügt werden. Besonders der Verzehr von zuckerreichen Lebensmitteln wie Schokolade, Eis, und Kuchen sowie Weißmehlprodukte wie Pasta und Weißbrot sorgen für eine hohe Insulinausschüttung. Nach dem Verzehr dieser und ähnlicher Lebensmittel steigt der Blutzuckerspiegel zunächst rasch an, wird dann durch eine starke Ausschüttung von Insulin reguliert und fällt relativ schnell wieder ab. Dadurch macht sich Heißhunger breit, der auch den willensstärksten Schweinehund in die Knie zwingt. Besonders die Lust auf Süßigkeiten ist ein Zeichen für eine auf diese Art und Weise ausgelöste Unterzuckerung. Gibt man diesem Bedürfnis nach, gerät man in einen Teufelskreis aus Unter- und Überzuckerung, der ein Diätvorhaben zum Scheitern verurteilt. Die Lösung für dieses Problem ist zu gleichen Teilen einfach und erstaunlich: Essen!
Der Versuch, Hunger über längere Zeit zu widerstehen mündet unweigerlich in einer Heißhungerattacke, die durch noch mehr Hungern weder wettgemacht noch kompensiert werden kann. Die beste Methode, um Heißhungerattacken aus dem Weg zu gehen und so eine lang anhaltende Sättigung zu erreichen, ist es regelmäßig und gesund zu essen. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel stabil und Heißhunger wird bekämpft.
Es ist bekannt, dass nicht jedes Lebensmittel für die gleiche Art von Sättigung sorgt. Das Sättigungsgefühl nach dem Konsum von schnell verwertbaren Kohlenhydraten aus Zucker, Weißmehl und Co. Hält nicht lange an und macht dem Heißhunger schnell wieder Platz. Um dieses Problem zu bekämpfen, hilft eine Ernährung, die arm an Kohlenhydraten und reich an Eiweiß und gesunden Fetten ist. Auch wenn Fett pro Gramm mehr Kalorien hat als Eiweiß und Fett, hilft es doch beim Abnehmen, weil schon geringe Mengen einen höheren Sättigungsfaktor haben und Heißhunger länger vertrieben wird. Außerdem sind essenzielle und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unverzichtbar für eine gesunde Ernährung und zur Erhaltung eines effizienten Stoffwechsels.
Ebenfalls wichtig bei der Bekämpfung von Heißhungerattacken ist ein gesunder und ausreichender Schlaf. Während der Nacht wird das Sättigungshormon Leptin produziert. Dieser Botenstoff sorgt für eine anhaltende Sättigung und kann nur während einer geruhsamen Nacht gebildet werden.

Stress und Langeweile fördert Heißhunger-Attacken

Tückisch sind auch Heißhungerattacken bei Stress und Langeweile. Viele Menschen essen außerdem aus Gewohnheit abends vor dem Fernseher. Als Alternative zu Popcorn und Chips eignen sich hier Gemüsesticks mit einem leckeren, fettarmen Dip. Wussten Sie schon, dass Hunger und Durst leicht verwechselt werden können? Ist die letzte Mahlzeit noch nicht so lange her und stellt sich schon wieder ein Hungergefühl ein, versuchen Sie es einmal mit einem großen Glas Wasser. Häufig lässt sich eine Heißhungerattacke so wirkungsvoll bekämpfen. Wasser füllt außerdem den Magen und sorgt für ein Sättigungsgefühl.
Wichtig ist auch, sich kleine Sünden nicht komplett zu verbieten. Schon Kinder wissen, dass Verbotenes besonders reizvoll ist. Sich ab und zu zu belohnen ist auch während einer Diät erlaubt und erleichtert das Durchhalten.

Fazit: Heißhungerattacken können während einer Diät sehr quälend und belastend sein, aber sie lassen sich mit einigen Tricks sehr gut bekämpfen:

  • Essen Sie regelmäßig, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden.
  • Zucker und leere Kohlenhydrate können schnell zur Unterzuckerung führen, deswegen sollten Sie diese Lebensmittel nur in Maßen essen.
  • Gemüsesticks, zuckerfreier Kaugummi und fettarmer Joghurt sind figurfreundliche und leckere Snacks für zwischendurch.
  • Für ausreichend Schlaf sorgen, um die Leptinproduktion anzukurbeln.
  • Ein großes Glas Wasser vor dem Essen füllt den Magen und beugt der Verwechslung von Hunger und Durst vor.
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