Die Entstehung des Valentinstags

Die Entstehung des Valentinstags

Der Valentinstag am 14. Februar steht im Zeichen der Liebe. Seit den fünfziger Jahren feiern auch die eher nüchternen Deutschen diesen Ehrentag mit romantischen Abendessen, Schokolade in Herzform und rosafarbenen Süßigkeiten aller Art. Diese Köstlichkeiten lagern sich schnell auf den Hüften ab. Doch wer will am Valentinstag schon an Kalorien denken? Erfahren Sie hier, wie dieser Brauch entstand.

1. Der heilige Märtyrer Valentin

Der heilige Märtyrer Valentin lebte im dritten Jahrhundert nach Christus. Historisch belegt sind zwei Figuren: Valentin von Terni und Valentin von Rom. Geschichtswissenschaftler vermuten, dass es sich bei beiden Figuren um die gleiche Person handelt. Terni liegt rund 100 Kilometer nordöstlich von Rom, eine auch in antiken Zeiten geringe Distanz.

2. Keine Religionsfreiheit im antiken Rom

Sankt Valentin galt als Heiler und war bei der Bevölkerung beliebt. Er gewann viele Menschen für den christlichen Glauben und vollzog Trauungen. Religionsfreiheit war jedoch in der Antike eine unbekannte Größe. Kaiser Aurelianus Augustus ließ Sankt Valentin am 14. Februar 268 enthaupten.

Aurelianus hatte es nötig, innenpolitische Stärke zu demonstrieren. Germanische Stämme bedrohten das Römische Reich im Norden. Syrische Krieger hatten die östlichen Provinzen erobert.

3. Das „Parlament der Vögel“ – eine Allegorie

Der Brauch des Valentinstags entstand im 14. Jahrhundert in England und ist mit dem Gedicht „Parlament der Vögel“ von Geoffrey Chaucer verknüpft. Chaucer gilt als Vater der englischen Literatur und der beste englische Dichter im Mittelalter.

Das Gedicht schildert in 100 Strophen, wie der heilige Valentin und die Partnersuche der Vögel zusammenhängen. Natürlich verkörpern die Vögel auf Menschen. In höfischen Kreisen in England entstand daraufhin die Sitte, die Dame des Herzens am Valentinstag mit Geschenken zu erfreuen.

4. Zahlreiche Theorien über Entstehung

Manche Historiker führen den Valentinstag auf das Fest der römischen Göttin Juno zurück, das am 14. Februar gefeiert wurde. Diese Göttin galt als Beschützerin von Ehe und Familie. Andere Theorien nennen ein indisches Fest als Ursprung.

5. Kultstatus in den Vereinigten Staaten

Von allen Erklärungen ist das „Parlament der Vögel“ am besten belegt. Von England verbreitete sich der Brauch über die ganze Welt. In den USA hat der Valentinstag heute Kultstatus. Geschenke von Schokolade, Grußkarten und sorgfältig geplante Restaurantbesuche zählen zu den Ritualen, mit denen Männern ihren Herzensdamen die Tiefe ihrer Gefühle beweisen.

6. Die Deutschen feiern seit den fünfziger Jahren

In Deutschland hat sich der Valentinstag in den fünfziger Jahren eingebürgert. Glücklich machende Schokolade, Liebesschlösser und kalorienreiche Köstlichkeiten gehören auch hierzulande zu den Geschenken am Valentinstag. Schokolade unterstützt zarte Bande, enthält aber viel Fett. Kaloriensünden am Valentinstag machen sich schnell auf der Waage bemerkbar.

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