Wie gefährlich ist ihr Bauchspeck?

Wie gefährlich ist ihr Bauchspeck?

Riskante Zellen: Bauchspeck kann fatale Folgen haben

Ein dicker Bauch sieht nicht nur unschön aus, er stellt auch ein enormes Risiko für die Gesundheit dar. Im Gegensatz zu anderen Pölsterchen, handelt es sich bei Bauchfett um ein aktives Gewebe. Rund 200 sogenannte Botenstoffe entstehen in diesen Fettzellen, die sich um die inneren Organe ansammeln.

Sogar relativ schlanke Menschen können einen hohen Anteil von Bauchfett vorweisen. Hier informieren wir Sie über gesundheitliche Gefahren, wie Sie Ihr Risiko einschätzen und wie Sie Bauchfett bekämpfen können.

Fettgewebe unterscheiden sich

Der menschliche Körper bildet zwei Arten von Fettgewebe: subkutan und viszeral. Beim subkutanen Fett handelt es sich um die Polster, die sich nach allzu reichlichem Genuss an Oberschenkeln, um die Hüften und auch am Bauch festsetzen.

Viszerales Fett dagegen ist fast unsichtbar. Dieses Bauchfett sammelt sich um die Organe herum an und macht sich äußerlich nicht sehr bemerkbar. Weil es sich dabei nicht um eine Schicht von Fettzellen handelt, kann Bauchfett nicht abgesaugt werden.

Riesiges Drüsenorgan

Im Gegensatz zu Fettpolstern unter der Haut ist es sehr aktiv: Rund 200 Botenstoffe produziert dieses Gewebe und steuert damit zahlreiche Stoffwechselprozesse. Wissenschaftler bezeichnen es als das größte Drüsenorgan im menschlichen Körper.

Bauchfett begünstigt viele Krankheiten

Wer zu viel Bauchfett mit sich herumschleppt, hat in der Regel zu hohe Triglyceridwerte im Blut, eine Vorstufe für Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Ein hoher Anteil von Bauchfett erhöht auch das Risiko für folgende Krankheiten:

• Herzinfarkt
• Schlaganfall
• Krebs
• Bluthochdruck
• Gefäßleiden
• Thrombosen
• Alzheimer

Ab wann wird Bauchfett gefährlich?

Warum viszerales Fett so aktiv ist, weiß man nicht genau. Wissenschaftler vermuten, dass es sich als schnelle Nahrungsquelle in Notsituationen entwickelt hat. Bekannt ist dagegen, ab wann Bauchfett bedenkliche Ausmaße annimmt. Männer sollten einen Taillenumfang von maximal 94 Zentimetern haben und Frauen von maximal 80 Zentimetern.

So messen Sie richtig

Legen Sie ein Maßband an der schmalsten Stelle Ihres Bauchumfangs an, zwischen Rippenbogen und Beckenknochen. Stellen Sie sich aufrecht hin, ziehen Sie das Maßband gerade und lesen Sie Ihren Wert ab.

Der Bauch muss weg

Der menschliche Körper legt schnell Bauchfett an, er verliert es aber auch rasch. Wenn Sie abnehmen, bedient sich der Stoffwechsel zuerst bei den viszeralen Fettzellen. Bereits der Verlust von wenigen Pfunden beeinflusst Ihre Gesundheit positiv. Studien zeigen, dass eine Abnahme von fünf Kilogramm das Diabetesrisiko um 58 Prozent senkt.

So verlieren Sie langfristig Gewicht

Der sicherste Weg zu langfristigem Gewichtsverlust ist eine ausgewogene Ernährung mit kleinen Portionen, viel Bewegung und ausreichend Entspannung sowie Schlaf. Eine kurzfristige Diät ist in der Regel nur dazu geeignet, wenige Pfunde loszuwerden.

Bewegung beschleunigt Stoffwechsel

Wenn Sie Ihr Bauchfett auf Dauer loswerden möchten, sollten Sie Ihren Lebensstil verändern. Studien zeigen, dass Bewegung – welcher Art auch immer – beim Abnehmen auf keinen Fall fehlen sollte. Wichtig ist, dass sich Ihr Herzschlag spürbar erhöht, egal ob Sie Rad fahren, laufen oder mit Gewichten trainieren.

Bewegung erhöht nicht nur den Stoffwechsel und damit das Verbrennen von Kalorien, sie baut auch das Hormon Kortisol ab. Kortisol ist als Stresshormon bekannt, das bei Depression und Übergewicht eine Rolle spielt.

Keine weißen Lebensmittel

Um Gewicht zu verlieren, sollten Sie nicht mehr als 1500 Kalorien am Tag zu sich nehmen. Wenn Sie Ihr Essen nicht abwiegen wollen, hilft die einfache Regel, auf weiße Lebensmittel zu verzichten: Weißes Mehl, Zucker, weißer Reis und Alkohol sind die großen Dickmacher, die Blutzuckerwerte in die Höhe treiben. Nach einer Weile fallen die Zuckerwerte im Blut und Sie sind wieder hungrig – ein Teufelskreis.

Mageres Protein, Gemüse und Früchte sowie komplexe Kohlenhydrate von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten: Diese Lebensmittel führen schnell zu einer schmaleren Taille.

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1 Kommentar

    Gisela Funke - 2 Mai 2017 - 11:21
    Sehr hilfreiche Aussage. Vielen Dank dafür. Ich werde versuchen, mich ab jetzt nach den Empfehlungen zu richten. Mal sehen, ob es mir gelingt.

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